Details
ISBN/EAN: 978-3-11-225673-2
Einband: gebundenes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2026
1. Auflage 2026
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
720 S.
720 S.
Hersteller:
Walter de Gruyter GmbH
De Gruyter GmbH
productsafety@degruyterbrill.com
Genthiner Strasse 13
DE 10785 Berlin
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Transgeschlechtlichkeit und Ethik
Zum Ansatzpunkt des Handelns im Christentum und eine Kritik der Gewalt
Beschreibung
Die Frage, ob es legitim ist, eine transgeschlechtliche Person zu sein, ist ebenso absurd wie die Frage, ob es legitim ist, überhaupt eine Person zu sein. Theologische Ethik des Geschlechtlichen fragt daher nach Bedingungen für ein gutes Leben. Die theologische Figur der Kontraktion im Sinne spezifischen Zurückweichens wird als Kritik der Gewalt an Personen mit geschlechtlicher Transitionsgeschichte analysiert. Es geht um eine ethische Denkform im Christentum, die Bedingungen des Entfaltens transparent macht, die durch religiöse oder halb-religiöse Annahmen über vermeintliche Ordnungen des Geschlechtlichen wieder vermehrt gestört werden. Theologie unternimmt daher zunehmend ethische Revisionen und identifiziert die Vielfalt von Geschlechtsidentität als Fragestellung von Rang. Allerdings steht eine genaue ethische Analyse der gängigen Reaktionsweisen und möglicher Berücksichtigungsformen von Personen mit geschlechtlicher Transitionserfahrung noch aus. Einen solchen grundlegenden Beitrag will diese Arbeit leisten und grenzt sich insofern von bisherigen Untersuchungen ab, als sie relevante Normen thematisch macht, die bisher eher kursorisch appliziert wurden. Die theologische Figur der Kontraktion soll in dieser Studie als theoretischen und praktische Kritik gegen Gewalt an transgeschlechtlichen Personen und als Faktor analysiert und diskutiert werden, der Bedingungen des Entfaltens transparent macht und so ebenso Risikostrukturen offenlegt, die durch religiöse oder halb-religiöse (säkularisierte) Annahmen über Ordnungen des Geschlechtlichen entstehen. Das kontraktionsethische Problem, das mit dieser Arbeit eingeführt wird, fragt, ob zur elementaren Normerfüllung im Bereich des Sozialen kontraktile Elemente zugunsten von Andersheit gerade im Christentum als prägend ausgewiesen werden müssten.
Über Mathias Wirth
Mathias Wirth, Universität Bern, Schweiz.