Details
ISBN/EAN: 978-3-903460-31-7
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
15.10.2024
15.10.2024
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
220 S.
220 S.
Format (T/L/B):
3 x 21.9 x 15 cm
3 x 21.9 x 15 cm
Hersteller:
Milena Verlag
office@milena-verlag.at
Wickenburggasse 21/1-2
AT 1080 WIEN
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Beschreibung
In tieftraurigem Ton, aber voll beißendem Humor, entfaltet sich hier eine Geschichte über Lügen und dunkle Geheimnisse. Mit Twists und hinterfotzigen Überraschungen ist dieser Roman ein dunkler Spaß, der gleichermaßen fesselt und herausfordert. Viktor, einst ein angesehener Theaterregisseur und intellektueller Freigeist, kämpft mit den Schatten seiner Vergangenheit. Mit erst fünfzig Jahren leidet er unter Gedächtnislücken und Konzentrationsschwierigkeiten, verursacht durch Alkohol und Exzesse. Nach einem öffentlichen Skandal und Zusammenbruch vor sechs Jahren findet er nur mühsam zurück ins Leben und wird von seinen alten Freunden gemieden. Soziale Kontakte sind rar geworden. Während er an seinen Jugenderinnerungen schreibt, stößt Viktor bei Recherchen in einer idyllischen Wiener Heurigengegend auf eine Figur aus seiner Vergangenheit und begeht spontan ein Verbrechen. Die Jugenderinnerungen des Viktor Scherzwieser sind ein Heidenspaß und bevölkert mit skurrilen Figuren wie der nymphomanischen, exaltierten Persönlichkeit der Tante Erbse.
Über Peter Waldeck
Peter Waldeck Seit 1995 arbeitet er mit seiner Theatergruppe "Casa Del Kung Fu" im Bereich zwischen Literatur, Wrestling und Comic. Im Winter 2012 hatte sein Stück "Columbo Dreams" mit Manuel Rubey, Eva Maria Marold, Christian Dolezal und Gerald Votava im Rabenhof-Theater Premiere und feierte große Erfolge bei Kritik und Publikum. 2017 erschien sein Debüt "Die 67 enttäuschendsten Sexfilme aller Zeiten" beim Milena Verlag, 2019 ebendort: "Triumph des Scheiterns". 2022 wurde der Roman "Spaß und Schulden am Neustifter Kirtag" bei Milena veröffentlicht.
Leseprobe
Seit Jahren war ich das erste Mal unter Menschen - längere Zeit allein unter Menschen und es lief so mittelgut. Giovanni hatte mich mit all seinen rhetorischen Listen bedrängt: Sechs Jahre müssen reichen. Es wird Zeit. Du hast dich genug bestraft. Niemand wird mich sehen wollen. Norman Mailer stach vor Partygästen zweimal in seine Frau, sie wäre fast verblutet. Zehn Jahre später hat er als New Yorker Bürgermeister kandidiert. Raus mit dir. An die Arbeit. Mich schauderte. Aber Giovanni ließ nicht locker. Es wird Zeit für die große Entschuldigungsgeste. Das ist doch das Schönste, dass man sich als Künstler hinstellen und um Ablass bitten kann. Sechs Jahre! Selbst die Leute, die damals anwesend waren, erinnern sich nicht mehr gut. Du kannst die Geschichte verbiegen, sie so erzählen, dass sie zu deinem Vorteil gerät. Nicht zu sehr. Du willst ja, dass es noch etwas zu Verzeihen gibt. Doch damit das funktioniert, musst du gesund aussehen, die Augen müssen scharf sein, als stündest du mit beiden Beinen im Leben. Du benötigst einen neuen unverbrauchten Anzug, Farbe im Gesicht, frischen Atem und - ein Projekt! (Aus dem Text)